MIRANDA

Ein Mikro-RNA-gerichteter Ansatz zur personalisierten Behandlung des Diabetes und seiner Ko-Morbiditäten

Zusammenfassung

Mehr als eine halbe Million Menschen erkranken, jährlich in Deutschland an Diabetes. Trotz einer Therapie treten im Verlauf der Krankheit bei vielen Patienten irreversible Spätschäden auf, die nicht effektiv behandelt werden können. Am Helmholtz Zentrum München konnte nachgewiesen werden, dass in der Leber von Diabetespatienten Fehlregulationen von sogenannten Mikro-RNAs auftreten, wodurch die Stoffwechselkontrolle in der Leber gestört wird. Das Ziel des Vorhabens MIRANDA ist es, Wirkstoffe zu validieren, welche diese Fehlregulation von Mikro-RNAs korrigieren, um so die Therapieoptionen von Patienten, die auf Standardtherapien nur schlecht ansprechen, zu verbessern. Das besondere Innovationspotenzial ergibt sich aus der Kombination des neuartigen Wirkmechanismus mit der Eigenschaft der Wirkstoffe zielgerichtet nur im betroffenen Organ zu agieren, wodurch Nebenwirkungen minimiert werden können. Nach der präklinischen Erprobung im Rahmen des Projekts ist eine Ausgründung oder Industriekooperation geplant, um die Wirkstoffkandidaten zur Marktreife weiterzuentwickeln.