MAMMACHECK

Brustkrebs-Diagnostik mittels Urinprobe

Mann übergibt Frau eine Urinprobe
Die Möglichkeit, Brustkrebs anhand einer nicht-invasiven, Urin-basierten Diagnostik erkennen zu können, kann einen revolutionären Fortschritt der klinischen Praxis darstellen. © Adobe Stock / terovesalainen

Das Mammakarzinom, ein bösartiger Tumor der Brust, stellt die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen dar. Im Laufe ihres Lebens erkrankt jede achte Frau an Brustkrebs, wobei auch eine große Anzahl jüngerer Frauen betroffen ist. Nichtinvasive Biomarker, wie z. B. MikroR-NAs, welche an der Genregulation beteiligt sind, haben großes Potenzial als neuartiges klinisches Diagnosewerkzeug, da sie aus einer einfachen Urinprobe gewonnen und quantifiziert werden können. Durch eine frühzeitige Diagnose können wiederum die Behandlungschancen wesentlich verbessert werden. In der Findungsphase wurde ein hochspezifisches MikroRNA-Muster identifiziert, auf dessen Basis eine frühzeitige Brustkrebsdiagnostik altersunabhängig und mit höchster Aussagekraft möglich ist. Erste Untersuchun-gen an einer kleinen Patientengruppe zeigten eine sehr hohe Messgenauigkeit. Ziel des Vorhabens ist die Validierung dieser Ergebnisse an einer deutlich größeren Zahl von Patientinnen im Rahmen einer klinischen Studie. Zusätzlich sind Arbeiten zur Zertifizierung, Qualitätssicherung und Standardisierung des Verfahrens vorgesehen. Ein weiterer Teil der Arbeiten widmet sich der Automatisierung. Langfristig wird eine Ausgründung in Erwägung gezogen.

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