FluType

Entwicklung einer peptidbasierten Subtypisierungsplattform für Influenzaviren

Das Influenzavirus verursacht jährlich wiederkehrende Grippewellen. Der einzig wirksame Schutz vor einer Grippeerkrankung ist die Impfung. Da das Virus sich sehr schnell verändert, treten immer wieder neue Varianten, sog. Subtypen, auf, gegen die mittels Impfung neu immunisiert werden muss. Für eine korrekte Impfempfehlung müssen die verschiedenen Subtypen zeitnah und exakt erfasst werden. Das dafür notwendige Monitoring wird von nationalen Referenzlaboren durchgeführt. Dazu werden jedes Jahr Tausende von Viren aus Patientenproben isoliert und durch zeitintensive Tierversuche analysiert. Diese Versuche sind nur eingeschränkt standardisier- und reproduzierbar.

In der Vorlaufforschung des Vorhabens wurde ein neuartiges Testsystem zur Influenzavirus-Subtypisierung entwickelt, welches nun hinsichtlich seiner Anwendbarkeit validiert werden soll. Die Differenzierung der Viren erfolgt mittels eines Sets von innovativen Erkennungsmolekülen (Peptiden), mit denen die unterschiedlichen Influenzavirus-Varianten wechselwirken. Dadurch entstehen spezifische Bindungsmuster, anhand derer die Viren unterschieden werden. Durch das neue Testsystem soll ein zeitnahes Influenza-Monitoring, eine leichte Standardisierbarkeit und eine hohe Reproduzierbarkeit erreicht werden, was schließlich zu einer verbesserten Impfempfehlung führt und damit zu einem effektiveren Schutz der Bevölkerung.

Die Validierungsarbeiten zur neuen Plattformtechnologie werden von der Universität Potsdam durchgeführt, welche über die notwendigen Kompetenzen zum Transfer der erbrachten Forschungsergebnisse im Bereich Assay-Development verfügt. Die wirtschaftliche Verwertung soll im Anschluss durch Auslizenzierung erfolgen.

Weitere Informationen

Meldung vom 26.11.2017: Neues Grippeüberwachungsverfahren ohne Tierversuche