EXTassay

Entwicklung einer EXT-basierten Technologieplattform zur hoch-parallelen Wirkstoffanalyse

Die Entwicklung neuer Medikamente ist langwierig und sehr kostenintensiv. Ist eine neue Substanz entdeckt, muss für eine große Zahl von Molekülen (sogenannte Targets) in den Zellen bestimmt werden, wie diese auf die Substanz reagieren. Diese umfassenden und aufwendigen Analysen sind erforderlich, um die gewünschte medizinische Wirkung belegen und Nebenwirkungen erkennen zu können. Auch für die Erschließung neuer Anwendungsfelder für bereits zugelassene Medikamente ist sie bedeutend. Das kann bislang nur in aufwendigen Messreihen systematisch untersucht werden.

Am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen konnte erstmals ein integriertes Messverfahren entwickelt werden. Mit ihm können Substanzen auf eine Vielzahl von Targets in einer einzigen Messung parallel bestimmt werden. Damit könnten Medikamente im Vergleich zu den bestehenden Verfahren erheblich schneller und deutlich kostengünstiger entwickelt werden.

Bei erfolgreicher Validierung, in deren Rahmen die Übertragbarkeit auf lebende Organismen geprüft werden muss, kann das Messverfahren forschenden Pharma- und Biotech-Unternehmen entweder als Technologieplattform oder als Dienstleistung zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus bestehen vielfältige wissenschaftliche Anwendungsoptionen des Verfahrens in der medizinischen Grundlagenforschung.

Validierungspreis 2019

Screenshot FilmDas Projekt ARES hat den 3. Platz des BMBF-Innovationspreises 2019 gewonnen. Er wurde am 26.03.2019 auf dem VIP+ Innovationstag in Berlin verliehen.

Sehen Sie sich hier das Projekt im Film an.

Weitere Informationen

Interview mit Dr. Moritz Rossner über das VIP-Vorhaben EXTasy (23.01.2019)