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Nicht-Invasive Behandlung der peripheren Verschlusskrankheit (pAVK) durch An-tepulsation

Das Auftreten von Gefäßerkrankungen, wie die periphere Verschlusskrankheit (pAVK), gehört zu den Hauptursachen von Beinamputationen (in 87% aller Fälle). Weltweit ist die Zahl der pAVK-Patienten innerhalb eines Jahrzehnts um 25% gestiegen. Während im Jahr 2000 noch 164 Millionen Menschen an der pAVK erkrankt waren, stieg die Zahl der Betroffenen im Jahr 2010 bereits auf 202 Millionen Menschen an. Zudem haben pAVK-Patienten ein bis zu 60% erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Dies macht die Forschung und Entwicklung von Medizinprodukten dringend erforderlich, um die Amputationsrate bei Patienten mit pAVK zu senken und nachfolgend die Lebensqualität dieser Patienten zu verbessern. Die Medizinische Hochschule Brandenburg hat dazu erstmalig ein Therapiekonzept entwickelt, welches nicht-invasiv die peripheren Durchblutungsstörungen und damit einhergehenden Schmerzmuster beseitigen kann. Durch EKG gesteuerte Beinmanschetten und die Stimulation von kollateralen, biologischen Bypässen wird der Blutfluss in die Beine erhöht. Ziel des Vorhabens ist die technische Validierung dieses Therapiekonzepts an pAVK-Patienten. Das Verwertungspotential dieser neuen pAVK-Therapie ist sehr groß und die Therapie könnte im Anschluss in regionalen Behandlungszentren angeboten werden.