25 Millionen Deutsche leiden an Allergien

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg untersuchen, ob sich körpereigene Eiweißstoffe dazu eignen, ein Medikament gegen Allergien zu entwickeln. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben.

Frau mit Allergieschnupfen © ChesiireCat - thinkstock.de

Millionen Deutsche, so schätzt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft, leiden an Allergien - viele davon besonders im Frühling, wenn die Pollen fliegen. Die Forschung sucht nach Erleichterung für Pollen-Allergiker: So prüft das Projekt Therannex des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, ob aus körpereigenen Eiweißstoffen, welche die Überreaktion des Körpers bei einer Birkenpollenallergie gezielt abschalten können, ein neues Medikament entwickelt werden kann. Die Forscher wollen zudem untersuchen, ob sich die Eiweißstoffe auch zur Behandlung weiterer durch Überreaktionen des Körpers verursachter Erkrankungen wie Typ 1 Diabetes und Multiple Sklerose eignen.

Gefördert werden dieses sowie bisher 99 weitere Projekte durch eine Initiative des BMBF, die Wissenschaftler dabei unterstützt, ihre Forschungsergebnisse in innovative Produkte und Dienstleistungen zu überführen. Gefördert werden beispielsweise Machbarkeitsstudien, die Entwicklung von Demonstratoren oder Prototypen, Testreihen zum Nachweis der Tauglichkeit, oder Analysen des Innovationspotentials. Mit dieser Unterstützung sollen mehr erfolgversprechende Lösungen aus der Forschung den schwierigen Übergang bis zur Markt- und Anwendungsreife schaffen.